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Abschreibungen
Wertminderungen auf Anlagevermögen werden durch Abschreibungen berücksichtigt.
Abzinsen
Beim Abzinsen (Diskontierung) wird der Barwert einer künftigen Zahlung mittels eines periodenadäquaten zinsabhängigen Korrekturfaktors (Zinsfaktor) ermittelt.
Akquisition
Kauf oder Teilerwerb einer Unternehmung.
Activity Based Costing
Beim ABC (= Prozesskostenrechnung) geht es um die Verrechnung der Gemeinkosten auf Prozesse bzw. Aktivitäten als primäre Kostenobjekte. Sekundär erfolgt eine Verrechnung auf die Produkte und Dienstleistungen.
Agio
Das Agio entspricht der Differenz des höheren Emissionspreises zum Nennwert der Aktie und wird den allgemeinen Reserven oder einem separat ausgewiesenen Reservekonto (Agio-Reserve, Kapitalreserve) zugewiesen.
Aktiengesellschaft
Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft. Die Organe der Aktiengesellschaft sind die Generalversammlung, der Verwaltungsrat und die Revisionsstelle. In den Art. 620 ff. OR sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Aktiengesellschaft geregelt.
Aktienkapital
Das Aktienkapital ist das Grundkapital der Aktiengesellschaft. Es entsteht bei der Gründung einer Aktiengesellschaft und verändert sich durch Kapitalerhöhungen (vgl. Art. 650 ff. OR) und -rückzahlungen (vgl. Art. 732 ff. OR).
Aktiven
Aktiven entsprechen dem Vermögen einer Unternehmung und stellen die "linke Seite" der Bilanz (" Vermögensseite") dar. Der Wert der Aktiven liegt in deren Fähigkeit einen künftigen Mittelzufluss zu generieren.
Allgemeine Reserven
Die allgemeinen Reserven sind offene Reserven, welche durch Beschluss der Generalversammlung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen durch nicht ausgeschüttete Gewinne gebildet werden. Sie können ferner durch das Agio oder durch à-fonds-perdu-Beiträge gebildet werden.
Anhang
Der Anhang ist ein Bestandteil der Jahresrechnung, welcher zusätzliche und ergänzende Informationen (bzgl. Bilanz, Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung) enthält.
Anlagevermögen
Die Güter des Anlagevermögens stehen der Unternehmung zur dauernden oder mehrmaligen Nutzung zur Verfügung. Art. 663a Abs. 2 OR differenziert das Anlagevermögen nach Finanz-, Sach- und immateriellen Anlagen.
Annuität
Annuität ist eine periodisch in der Höhe gleichbleibende Zahlung zur Tilgung einer Schuld inkl. Zinsen.
Anschaffungswert
Der Anschaffungswert entspricht dem Wert der eingekauften Güter unter Berücksichtigung von Rabatten, Zoll-, Frachtspesen, etc.
Arbitriumwert
Schiedswert für eine Unternehmung bzw. Beteiligung.
Asset Deal
Einzelrechtsnachfolge. Kauf einzelner Aktiven. Der Käufer übernimmt dadurch weniger Risiken als bei einem Share Deal (Beteiligungskauf). Alle zu übernehmenden Verträge für Personal, Versicherungen, Einkäufe u.a. werden einzeln auf den Käufer übertragen. Ein Asset Deal kann aus verschiedenen Gründen in Frage kommen: Kauf einer Personengesellschaft, Kauf der gesunden Teile aus einem finanziell angeschlagenen Unternehmen; Kauf eines einzelnen Geschäftsbereichs. Gewinne aus Asset Deals sind steuerpflichtig.
Aufwand
Aufwendungen stellen Mittelabflüsse oder andere Vermögensminderungen oder die Entstehung von Fremdkapital oder eine Kombination aus beiden dar, die ihren Grund im Absatz oder der Herstellung von Gütern, der Erstellung von Dienstleistungen oder übrigen Aktivitäten der Unternehmungen haben.
Ausgaben
Ausgaben (in der Praxis gleich Auszahlungen) sind Abgänge flüssiger Mittel für operative, investive und finanzielle Aktivitäten.
Aussenfinanzierung
Aussenfinanzierung bezieht sich auf die Bereitstellung von Kapital, welches der Unternehmung von aussen über den Kredit- oder Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt wird.
Ausserordentlicher Aufwand
Der ausserordentliche Aufwand beinhaltet periodenfremde Aufwendungen oder die Bildung von Rückstellungen.
Ausserordentlicher Ertrag
Der ausserordentliche Ertrag beinhaltet periodenfremde Erträge sowie die Auflösung von Rückstellungen.
B2B
Business-to-Business. Tätigen Unternehmen im Internet gegenseitig Geschäfte (E-commerce), wird von B2B gesprochen.
Bankschulden
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber einer Bank (z.B. Kontokorrentschulden).
Barwert
Der Barwert entspricht der Summe der auf den Beurteilungszeitpunkt abgezinsten zukünftigen Zahlungen.
Beteiligungen
Anteile an anderen Unternehmen. Es handelt sich dabei meist um langfristige Investitionen.
Beteiligungsfinanzierung
Beteiligungsfinanzierung entsteht bei Bar- oder Sacheinlagen in das Eigenkapital eines Unternehmens.
Bewertung
Bei der Bewertung wird der Wert von Gütern und Leistungen in Geldeinheiten festgehalten.
Bilanz
Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Aktiven (Vermögen) und Passiven (Fremd- und Eigenkapital) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Als statisches (zeitpunktorientiertes) Instrument zeigt die Bilanz nur Bestandesgrössen auf.
Bilanzanalyse
Die Bilanzanalyse hat die Funktion, die Daten der Bilanz so auszuwerten, dass Aussagen über die wirtschaftliche und finanzielle Situation des betreffenden Unternehmens getroffen werden können. Instrumente der Bilanzanalyse sind vorwiegend Kennzahlen und sinnvolle Gliederungen von Aktiven (Vermögen), von Passiven (Kapital), der Erfolgsrechung und der Mittelflussrechung (Cash-Flow Rechnung).
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn ist ein Eigenkapitalkonto. Nach der Gewinnverteilung (Art. 671 OR) ist der verbleibende Gewinn dem Bilanzgewinn (sog. Gewinnvortrag) zuzuordnen.
Bilanzierungsfähigkeit
Mit der Bilanzierungsfähigkeit wird bestimmt, welche Buchungstatsachen im Rahmen der Finanzbuchhaltung in die Bilanz als Aktiven bzw. Passiven einzubeziehen sind.
Bilanzstichtag
Der Bilanzstichtag ist das Abschlussdatum des Geschäftsjahres. An diesem Datum wird die Bilanz erstellt. Die Erfolgs- und Mittelflussrechung bezieht sich auf den Zeitraum zwischen zwei Bilanzstichtagen.
Bilanzverlust
Der Bilanzverlust (sog. Verlustvortrag) ist ein Eigenkapitalkonto, welches einen negativen Saldo ausweist, d.h. das Eigenkapital mindert.
Bonität
Unter der Bonität einer Unternehmung versteht man ihre Kreditwürdigkeit. Kreditgeber versuchen anhand eines Vergleiches von unternehmerspezifischen Kennzahlen und weiteren Informationen die relative Bonität eines Unternehmens zu bestimmen.
Break-Even-Analyse
Mit der Break-Even-Analyse wird die Gewinnschwelle ermittelt. Der Break-Even ist dann erreicht, wenn Umsatz und Kosten (fixe und variable) gleich hoch sind. Der Gewinn ist in diesem Fall gleich Null.
Bruttogewinn
Der Bruttogewinn stellt eine Zwischengrösse in der Erfolgsrechung dar und wird - in der Industrie aus der Differenz von Umsatz und Herstellkosten der verkauften Produkte, - im Handel aus der Differenz von Umsatz und Einstandswert der verkauften Produkte ermittelt.
Buchführung
Die Buchführung ist der sachlich geordnete Nachweis über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens. Die finanzielle Buchführung hält vorwiegend die Resultate der Aussenbeziehungen fest. Die interne Buchführung (Betriebsbuchhaltung) bezieht sich vor allem auf die internen Leistungsprozesse und ermittelt die Werte an den Schnittstellen zur finanziellen Buchführung (insbesondere Lagerveränderungen und Veränderungen bei Leistungen in Arbeit).
Buchführungspflicht
Die gesetzliche Buchführungspflicht besteht nach Art. 957 OR für diejenigen Firmen, welche sich in das Handelsregister eintragen lassen müssen.
Buchhaltung
In der Buchhaltung werden die Buchungstatsachen systematisch erfasst und verarbeitet.
Buchung
Mit einer Buchung wird ein Geschäftsvorgang (Buchungstatsache) mit Hilfe eines Buchungssatzes in zwei Konten eingetragen.
Buchungssatz
Mit Buchungssätzen werden die Geschäftsvorgänge (Buchungstatsachen) in Konten eingetragen. In der doppelten Buchhaltung wird für jede Buchung ein Soll-Eintrag ( "links") und eine Haben-Eintrag ("rechts") vorgenommen. Der Buchungssatz "Soll an Haben" gibt beide betroffenen Konten an.
Buchungstatsache
Buchungstatsachen entstehen zum einen aus Vorgängen, bei denen das Unternehmen mit anderen Wirtschaftseinheiten in Beziehung tritt und zum anderen aus Informationsbedürfnissen (z.B. Wertverzehr durch Gebrauch von Anlagen, festgestellt durch Abschreibungen; Entstehung einer Verpflichtung für Garantieleistungen, festgestellt durch Bildung einer Rückstellung).
Buchwert
Der Buchwert entspricht dem Wert in der Buchführung und bezieht sich insbesondere auf die Saldi der Aktiven und Passiven. Diese verändern sich durch entsprechende Zu- und Abgänge.
Budget
Ein Budget ist im Sinne einer Planungsrechnung die mengen- und wertmässige Zusammenstellung von erwarteten Entwicklungen und Zielsetzungen. Es enthält die finanziellen Informationen für das nächste Geschäftsjahr und evtl. weitere Geschäftsjahre.
Businessplan
Der Businessplan, auch als Geschäftsplan oder Unternehmensplan bezeichnet, ist eines der wichtigsten Instrumente und Hilfsmittel, um ein Unternehmen oder ein Projekt zum Erfolg zu führen. Er dient der Erfassung, Planung und Darstellung der zukünftigen Entwicklungen des Unternehmens.
CAPM
Das bekannteste Verfahren zur Ermittlung risikoadäquater Eigenkapitalkosten stellt das sog. Capital Assets Pricing Model (CAPM; Kapital-Anlage-Preis-Modell) dar.
Cash-Flow
Der gesamte Cash-Flow einer Abrechungsperiode entspricht der Differenz der flüssigen Mittel zwischen Periodenanfangs- und Periodenendbestand. Er wird in der Regel in drei Bereiche untergliedert: - Operativer Cash-Flow - Investiver Cash-Flow - Finanzieller Cash-Flow.
Controlling
Das Controlling (Management Accounting) dient der Planung, Steuerung und Kontrolle von Unternehmen durch Bereitstellung zuverlässiger, zeitnaher und relevanter Informationen.
Cookie
Information, die ein Webserver im lokalen Browser ablegt (z.B. Kundennummer).
Cost of Goods Sold (COGS)
Cost of Goods Sold (COGS): amerikanischer Begriff für die Herstellkosten der verkauften Produkte in der Industrie resp. die Einstandswerte der verkauften Produkte im Handel.
Cost-Volume Profit Analysis (CVP-Analyse)
Cost Volume Pofit Analysis ist die Analyse des Zusammenwirkens der wesentlichen Treiber von Erlös, Kosten und Gewinn.
CRM
Customer Relationship Management. Dient dem Ziel, Kunden als ganzheitliche Einheit mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Beziehungen zum Unternehmen wahrzunehmen und alle Dienstleistungen danach auszurichten.
Darlehen
Darlehen sind Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Der Darlehensvertrag unterliegt den Bestimmungen von Art. 312 - 318 OR.
DCF-Methode
"Discounted Cash Flow"-Methode: Diskontierung der zukünftigen freien Cashflows. Standardmethode bei grösseren Transaktionen, bei KMU noch nicht etabliert.
Deal
Geschäftsabschluss einer grösseren Transaktion.
Debitoren
Debitoren sind Forderungen aus Lieferungen an Kunden, die auf Rechnungen erbracht und noch nicht bezahlt wurden.
Deckungsbeitrag
Der Deckungsbeitrag ergibt sich aus der Differenz zwischen Umsatz und variablen Kosten des Herstellungs- sowie des Verwaltungs- und Vertriebsbereichs. Der Deckungsbeitrag ist als Beitrag an die Deckung der fixen Kosten zu verstehen und darf nicht mit dem Gewinn verwechselt werden. Deckungsbeiträge können auch stufenweise ermittelt werden.
Deckungsbeitragsmarge
Die Deckungsbeitragsmarge in % ist das Verhältnis zwischen dem Deckungsbeitrag und dem Umsatz.
Desinvestitionen
Desinvestitionen sind Verkäufe von materiellen, immateriellen oder finanziellen Vermögenspositionen des Unternehmens. Sie führen üblicherweise zu Zahlungseingängen.
Direct Costing
Direct Costing (auch variable costing) ist der angloamerikanische Begriff für die Deckungsbeitragsrechnung.
Disagio
Beim Disagio handelt es sich um die Differenz zwischen Verkaufspreis (tiefer) und Nennwert (höher) bei Obligationen. Das Disagio ist grundsätzlich aufwandwirksam, in Ausnahmefällen erfolgt eine Aktivierung als Wertberichtigungsposten mit danach folgender Abschreibung auf mehrere Perioden.
Diskontierung
Die Diskontierung ermittelt den Barwert einer künftigen Zahlung mittels eines periodenadäquatenzinsabhängigen Korrekturfaktors (Zinsfaktor). Bsp. Eine erwartete Zahlung von CHF 1'000 nach 1 Jahr weist einen Barwert von CHF 909.09 aus (909.09 = 1'000 / (1 + 10 %) = 1'000 x 0.90909).
Dividenden
Dividenden sind Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber.
Divisionskalkulation
Die Divisionskalkulation ist ein Verfahren zur Durchschnittskostenermittlung bei Massenproduktion. Differenzierte Divisionskalkulationsverfahren sind die mehrstufige Divisionskalkulation und die Aequivalenzziffernkalkulation.
Domain-Name
Alphanumerischer merkbarer Name, der für die IP-Adresse steht (z.B. mapool.com).
Download
Hauptbegriff für das Herunterladen von Daten.
Due Diligence
Prüfung des Unternehmens durch den Käufer. Es gibt keine gebräuchliche Übersetzung für diesen anglo-amerikanischen Begriff. Er entspricht etwa der Formulierung "die nach den Umständen notwendige Sorgfalt". Eine Due Diligence kann als Desk Research bis zur umfangreichen hausinternen Prüfung ausgestaltet sein und sich auf verschiedene Bereiche beziehen, z.B. Finanzen, Steuern, Verträge, Umwelt
Ebit
Earnings Before Interests and Taxes: Gewinn vor dem Abzug von Zinsen und Steuern. Dieser Begriff wird oft verwendet und dient als Faustregel für die schnelle Ermittlung einer Bandbreite für den Unternehmenswert.
Ebitda
Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortization: Gewinn vor dem Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Ebitda ist eine Kombination von Ebit und Cashflow. Der Ebitda neutralisiert die Abschreibungen, weil diese nach unterschiedlichen Modellen berechnet werden können.
E-Business
Geschäftsabläufe eines Unternehmens werden elektronisch abgewickelt. Ziel ist es, eine verbesserte und schnellere Kommunikation zu erreichen. Das E-Business kann im Intranet oder auch im Internet betrieben werden.
E-Commerce
Oberbegriff für den Handel im Internet.
Eigenkapital
Das Eigenkapital ist das Risikokapital des Unternehmens. Es entspricht der Differenz von Aktiven und Fremdkapital.
Einnahmen
Einnahmen (=Einzahlungen) sind Zugänge flüssiger Mittel aus operativen, investiven und finanziellen Aktivitäten.
Einstandspreis
Der Einstandspreis entspricht dem Bezugspreis für eingekaufte Waren unter Berücksichtigung von Rabatten, Zoll- und Frachtspesen, etc.
Einzelkosten
Einzelkosten sind all diejenigen Kosten, die einem Kostenobjekt direkt zurechenbar sind.
Emerging Markets
Schwellenländer, denen der wirtschaftliche Durchbruch in absehbarer Zeit gelingen könnte.
Erfolgsrechnung
Die Erfolgsrechnung ermittelt den Unternehmenserfolg (Gewinn oder Verlust) einer Geschäftsperiode durch die Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen.
Ermessensreserven
Ermessensreserven sind stille Reserven, die sich aus der Differenz zwischen dem gesetzlichen Höchstwert und dem vorsichtigeren Buchwert von Vermögens- und Fremdkapitalpositionen ergeben.
Ertrag
Erträge sind Mittelzuflüsse oder andere Werterhöhungen des Vermögens oder Verminderungen des Fremdkapitals (oder eine Kombination aus beidem) während einer Abrechungsperiode, die ihren Grund im Absatz oder in der Herstellung von Gütern, der Erstellung von Dienstleistungen oder in den übrigen Aktivitäten haben. Der Ertrag ist eine Komponente der Erfolgsrechung.
Ertragswert
Kapitalisierung konstanter Durchschnittsgewinne mit einem Zinssatz, welcher den Unternehmensrisiken Rechnung trägt.
FASB
Das Financial Accounting Standard Board (FASB) ist eine private Standard-Setting Organisation mit Sitz in den USA. Die Rechnungslegungsstandard des FASB beeinflussen weltweit die nationalen und supranationalen Standards zur Rechnungslegung.
FER
Die Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (FER) enthalten Standards zur Rechnungslegung in der Schweiz, die über das Obligationsrecht hinausgehen. Für börsenkotierte Unternehmen der Schweiz sind die FER obligatorisch anzuwenden (vgl. Kotierungsreglement). Informationen über bestehende FER Standards finden sich in: http://www.fer.ch).
Fertigungseinzelkosten
Kosten, die durch die Herstellung eines Kostenobjektes (Güter und Dienstleistungen) entstehen und dem Kostenprojekt direkt verrechnet werden können.
Fertigungsgemeinkosten
Kosten, die bei der Herstellung des Kostenobjektes (Güter und Dienstleistungen) entstehen und dem Kostenobjekt nicht direkt verrechnet werden können. Beispiele können sein Abschreibungen, Zinsen, Mieten, Versicherungen, Betriebsstoffe, Gehälter, Energiekosten, Prämien.
Fertigungskosten
Die Fertigungskosten umfassen die Fertigungseinzelkosten, die Fertigungsgemeinkosten, sowie die Sondereinzelkosten der Fertigung.
Finanzbuchhaltung (FIBU)
Die Finanzbuchhaltung (FIBU) hält vorwiegend die Buchungstatsachen zwischen der Unternehmung und ihrer Umwelt fest. In der Finanzbuchhaltung werden die Bilanz- und Erfolgskonten geführt, die alle Buchungstatsachen berücksichtigen.
Finanzielle Führung
Die finanzielle Führung eines Unternehmens kann als Planung und Kontrolle des finanziellen Verhaltens im Hinblick auf die gesetzten Unternehmensziele umschrieben werden.
Finanzierungs- oder Kapitalnachweis
Bestätigung einer Bank, dass der potenzielle Käufer über flüssige Mittel oder Liquiditäts-ähnliche Depots in der Höhe von dem Kaufbetrag verfügt. Dieser Nachweis hat keine Garantiefunktion. Er ist aber ein aussagekräftiges Dokument und beweist, dass der Kaufinteressent über die notwendigen Mittel verfügt um den Kaufpreis zu finanzieren. Das Risiko, dass ein Deal wegen der fehlenden Finanzierung platzt, wird dadurch reduziert. Für den Kapitalnachweis kann der Käufer auch Depotauszüge, Versicherungspolicen oder ähnliche Dokumente präsentieren.
Finanzplanung
Die Finanzplanung soll die finanzielle Stabilität des Unternehmens sicherstellen. Dazu werden die budgetierten Zahlungsströme (operativ, investiv, finanziell) aufgrund der Erwartungen auf Absatz- und Einsatzmärkten sowie der internen Investitions-bedürfnisse abgestimmt und die notwendige Finanzierung geplant.
Fixe Kosten
Fixe Kosten sind im Gegensatz zu variablen Kosten generell von der Veränderung von Kostentreibern unabhängig.
Firewall
Die Firewall ist eine Schnittstelle zwischen 2 Netzen. Sie muss überwindet werden, damit der Zugriff auf das angewählte Netz und die dazugehörenden Systeme gewährleistet ist.
Flüssige Mittel
Flüssige Mittel kommen insbesondere in Form von Bargeld, Post- und Bankguthaben vor.
Frame
Unterteilung einer Web-Site in mehrere Teildokumente.
Freier Cash Flow (FCF)
Der freie Cashflow ist die Basisgrösse bei der DCF-Methode. Im Gegensatz zum betrieblichen Cashflow (Reingewinn vor Abschreibungen und Rückstellungen) werden hier auch die Investitionen und Veränderungen im Umlaufvermögen mitberücksichtigt. Der freie CF gibt den Zu- oder Abfluss von Mitteln an.
Freie Reserven
Freie Reserven sind Bestandteile des Eigenkapitals ohne gesetzlich vorgeschriebene Zweckbestimmung. Sie entstehen im Rahmen der Gewinnverteilung aus einbehaltenen Gewinnen.
Fremdkapital
Beim Fremdkapital handelt es sich um nach der Fälligkeit geordnete Ansprüche Dritter. Das Obligationenrecht enthält ausser die auf den Bilanzstichtag bezogene Vollständigkeit keine Bewertungsvorschriften für das Fremdkapital, jedoch werden die Obergrenzen für Aktiven sinngemäss als Mindestwerte für die Passiven angewendet.
FTP
FTP ist ein Protokoll für Datenübertragungen zwischen Server und Client.
Gateway
Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Kommunikationssystemen.
Gegenwartswert
Der Gegenwartswert wird bei der DCF-Methode ermittelt. Er basiert auf den diskontierten Planungswerten zukünftiger Perioden (meistens 5 Jahre). Mit dem Kapitalisierungszinssatz werden zukünftige Geldströme auf den aktuellen Betrachtungszeitpunkt diskontiert. Tausend Franken, die in drei Jahren eingehen, entsprechen heute einem tiefern Wert.
Gemeinkosten
Gemeinkosten sind gemeinsam genutzte Kosten, welche für mehrere Kostenobjekte anfallen und die nicht mit vertretbarem Aufwand dem Kostenobjekt direkt verrechnet werden können. (Bsp. Kosten des Managements).
Generalversammlung
Die Generalversammlung ist das oberste Organ der Aktiengesellschaft (Art. 698 OR).
Gesamtkostenverfahren
Das Gesamtkostenverfahren stellt den Erlösen einer Periode die gesamten Kosten der Periode (Materialkosten, Personalkosten, übrige Kosten etc.) gegenüber und muss für die korrekte Erfolgsmitteilung die Bestandsveränderung der Halb- und Fertigprodukte ausweisen.
Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft ist gemäss Art. 662 OR für jedes Geschäftsjahr vom Verwaltungsrat zu erstellen. Er umfasst die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechung und Anhang), den Jahresbericht und die Konzernrechung (soweit gesetzlich verlangt).
Gewinn
Der Gewinn wird in der Erfolgsrechung nachgewiesen als Ueberschuss der Erträge über die Aufwendungen.
Gewinnsteuer
Gewinnsteuer ist eine andere Bezeichnung für Ertragssteuer. Zu den Ertragssteuern werde jene Steuerarten gerechnet, deren Bemessungsgrundlagen vom wirtschaftlichen Ergebnis (Gewinn, Ertrag) abhängig sind. Somit wird der Besteuerung der ökonomische Erfolg des Unternehmens zugrunde gelegt. (vgl. dazu Art. 57 ff. DGB (Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer). Neben den steuerrechtlichen Vorschriften auf Bundesebene sind die entsprechenden Vorschriften auf Ebene von Kantonen und Gemeinden massgeblich.
Gewinnverwendung
Die Gewinnverwendung (Dividenden (Grund-und Superdividende), Reservenzuweisung, Tantiemen) sind in Art. 671 OR, Art. 627 Ziff. 2 OR und Art. 677 OR geregelt.
Goldene Bilanzregel
Die goldene Bilanzregel besagt, dass langfristiges Vermögen mindestens mit langfristigem Kapital und kurzfristiges Vermögen höchstens mit kurzfristigem Kapital zu finanzieren ist.
Goodwill
Nach FER Ziffer 1 werden die bei einer Akquisition nicht identifizierbaren immateriellen Werte als Goodwill bezeichnet.
Grenzplankostenrechung
Die Grenzplankostenrechung ist eine Form der Plankostenrechung (Standardkostenrechung), welche (wie die Teilkostenrechnung), den Kostenträgern (Aufträge, Erzeugnisse) variable Kosten zurechnet. Die fixen Kosten werden der Erfolgsrechnung direkt belastet.
Hauptkostenstellen
Hauptkostenstellen sind Kostenstellen, die ihre Leistungen in der Regel für die Kostenträger erbringen.
Herstellkosten
Herstellkosten umfassen die Anschaffungskosten des Materials, die Kosten für zugekaufte Teile, die Materialgemeinkosten, die Fertiglohnkosten sowie die Fertigungsgemeinkosten.
Hilfsstoffe
Hilfsstoffe gehen wie die Rohstoffe in das Endprodukt ein, bestimmen aber nicht den Charakter des Produkts. Typische Beispiele sind Lacke, Farben und Montagekleinteile.
Hit
Steht für Treffer. Wird im Internet verwendet, um Zugriffe auf einer WWW-Seite auszuwerten. Jedes Element einer Website ergibt einen Hit.
Homepage
Die erste Seite eines Web-Auftritts.
Illiquidität
Illiquidität bedeutet, dass das Unternehmen nicht mehr über ausreichend flüssige Mittel verfügt, um den Verpflichtungen zeitgerecht nachzukommen.
Immaterielle Anlagen
Begriff aus dem Steuerrecht. Wenn der Kaufpreis aus dem Ertrag des gekauften Unternehmens bezahlt wird, kann diese Steuerfalle zuschnappen. Einen Kapitalgewinn, welchen der Unternehmer als steuerfrei betrachtet, kann die Steuerbehörde unter Umständen als steuerbarer Gewinn qualifizieren. Deshalb Vorsicht bei kreativen Transaktionsmodellen. Bei jedem Unternehmensverkauf ist eine Steuerberatung zu empfehlen.
Indirekte Teilliquidation
Immaterielle Werte sind nicht-monetär und ohne physische Existenz. Sie können erworben oder selbst erarbeitet sein. Die immateriellen Werte können, sofern identifizierbar- und aktivierbar, als immaterielle Anlagen bezeichnet werden. Immaterielle Anlagen sind im Anlagevermögen zu bilanzieren.
Innenfinanzierung
Innenfinanzierung ist die Bereitstellung von Finanz-Mitteln aus internen Quellen, i.d.R. aus der operativen Tätigkeit.
International Accounting
Das International Accounting Standards Committee Standards (IACS) mit Sitz in London ist eine private Organisation, die weltweit anerkannte Standards mit dem Ziel der Harmonisierung der Jahresrechnungen formuliert. Die IA-Standards sind stark geprägt von angloamerikanischen Grundsätzen, die insbesondere auch die Interessen der Investoren berücksichtigen.
Interner Ertragssatz
Der interne Ertragssatz (Internal Rate of Return, IRR) ist jener Kalkulationszinssatz, bei welcher der Nettobarwert (Kapitalwert) eines Investitionsprojektes gleich 0 wird.
Intranet
(Firmen)-Internes Netzwerk, das auf der TCP/IP- Technologie basiert.
Inventar
Das Inventar dienst als Grundlage für die Bilanzierung. Es dient als Nachweis für die am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögensgegenstände ( insbesondere Warenvorräte) und Schulden.
Investition
Investitionen sind Geldausgaben für die Beschaffung von Sach- oder Finanzanlagen. Durch die Beschaffung oder durch den Ersatz von Anlagen wird Leistungspotential bereitgestellt, um in der Folge zusätzliche Geldeinnahmen zu generieren bzw. Einsparungen zu realisieren. Typisch für Investitionen ist die langfristige Kapitalbindung und damit erhöhte Fixkosten.
Investitionsrechnung
Investitionsrechnungen bestimmen die Wirtschaftlichkeit von Projekten nach verschiedenen Methoden.
IPO
Initial Public Offering. Initialer Börsengang eines Unternehmens.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss ist Bestandteil der Jahresrechnung und bezieht sich auf den Abschluss der Finanzbuchhaltung am Ende eines Geschäftsjahres.
Jahresrechnung
Die Jahresrechnung ist Teil des Geschäftsberichtes und umfasst die Bilanz, Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung (falls verlangt) und den Anhang.
Kalkulation
Die Kalkulation ist ein Teil der Kostenträgerrechnung. Sie ermittelt die Kosten einer Leistungseinheit (Kostenobjekt) im Rahmen der Kostenträgerstückrechnung.
Kalkulationszinssatz
(Kapitalkostensatz) Im Rahmen der Investitionsrechnung und der Unternehmensbewertung spielt der Kalkulationszinssatz für die Abzinsung von zukünftigen Zahlungsströmen auf den Entscheidungszeitpunkt eine Rolle. Der Kalkulationszinssatz soll der Rendite entsprechen, die der Investor bei einer Investition in ein anderes Unternehmen mit analoger Risikostruktur erwarten darf.
Kapitalisierungszinssatz
Mit dem Kapitalisierungssatz werden die Gewinne kapitalisiert. Bei einem KMU-Verkauf bezieht sich dieser Zinssatz meistens auf die Kosten für Eigenkapital. Ausgehend von einem risikolosen Anlagenpapier werden Zuschläge für das operative Risiko, das Branchenrisiko und das Liquiditätsrisiko berechnet. Diese Zuschläge sind Ermessenssache. Zu berücksichtigen ist das Klumpenrisiko, das der Käufer beim Investment seiner gesamten Ersparnisse eingeht. Tendenziell wird mit einem zu tiefen Kapitalisierungssatz gerechnet. Das ist einer der Gründe, weshalb die realisierten Verkaufspreise oft deutlich vom berechneten Unternehmenswert abweichen.
Kalkulationszinssatz
(Kapitalkostensatz) Im Rahmen der Investitionsrechnung und der Unternehmensbewertung spielt der Kalkulationszinssatz für die Abzinsung von zukünftigen Zahlungsströmen auf den Entscheidungszeitpunkt eine Rolle. Der Kalkulationszinssatz soll der Rendite entsprechen, die der Investor bei einer Investition in ein anderes Unternehmen mit analoger Risikostruktur erwarten darf.
Kapitalverlust
Im rechtlichen Sinn (Art. 725 Abs. 1 OR) entsteht ein Kapitalverlust, wenn die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist.
Knowledge Management
Gezieltes Management des vorhanden Wissens (sammeln, analysieren, verarbeiten ...) um Ziele besser zu erreichen.
Kollektivgesellschaft
Personengesellschaft, die in Art 552 OR definiert wird.
Kommanditgesellschaft
Personengesellschaft, die in Art. 594 OR definiert wird.
Kontenplan
Der Kontenplan ist das auf das jeweilige Unternehmen ausgerichtete Gliederungsschema der Buchhaltung.
Kontenrahmen
Der Kontenrahmen ist ein Organisations- und Gliederungsplan für das gesamte Rechnungswesen, der zugleich als Richtlinie für den organisatorischen Aufbau der Buchhaltung aller Unternehmen des gleichen Wirtschaftszweiges dient.
Kosten
Kosten entsprechen dem bewerteten Ressourceneinsatz zur Leistungserstellung.
Kostenartenrechnung
Die Kostenartenrechnung ist die Darstellung von sachlich und zeitlich zu Kosten abgegrenzten Aufwendungen aus der FIBU.
Kostenstellenrechnung
In der Kostenstellenrechnung werden die indirekten Kosten (Gemeinkosten) erfasst und anschliessend auf die Kostenträger (Kostenobjekte) verrechnet. Ebenfalls kann ein Leistungsaustausch zwischen Kostenstellen stattfinden.
Kostenträger
Kostenträger sind i.d.R. Kostenobjekte, die sich auf für den Absatzmarkt bestimmte Leistungen beziehen.
Kostenträgerstückrechnung
Die Kostenträgerstückrechnung (= Kalkulation) ist ein Teil der Kostenträgerrechnung. Sie ermittelt die Kosten einer Leistungseinheit (eines Kostenobjektes).
Kostenträgerzeitrechnung
In der Kostenträgerzeitrechnung (auch kurzfristige Erfolgsrechnung genannt) werden die Erlöse der Kostenträger den entsprechenden Kosten gegenübergestellt. Damit lässt sich die Profitabilität der Kostenträger ermitteln. Das Ergebnis der Kostenträgerzeitrechnung wird durch die Abgrenzungen zwischen Aufwand und Kosten beeinflusst.
Kostentreiber
Kostentreiber sind kostenverursachende Aktivitäten im Zusammenhang mit der Leistungserstellung.
Kreditoren
Forderungen von Lieferanten, die auf Rechnung geliefert haben und vom Unternehmen bezahlt wurden. Die Kreditoren sind dem Fremdkapital zuzuordnen.
Latente Steuern
Latente Steuern werden bei der Substanzwertmethode und bei nicht betriebsnotwendigen Aktiven vom Kaufpreis abgezogen. Es handelt sich um die zu bezahlenden Steuern auf stillen Reserven, wenn diese durch den Verkauf von Aktiven aufgelöst werden. Auch bei überschüssiger Liquidität werden die latenten Steuern abgezogen, weil der neue Inhaber diese beim Bezug selber versteuern muss.
Leasing
Unter Leasing wird eine Vermietung oder Verpachtung von Investitions- und langlebigen Konsumgütern verstanden.
Liquidation
Auflösung eines Unternehmens oder von Teilen davon. Dabei werden vorhandene Vermögenswerte des Unternehmens veräussert und Schulden zurückbezahlt.
Liquidationswert
In Ausnahmefällen wird eine Wertberechnung zu Liquidationswerten durchgeführt, wenn z.B. für ein Detailhandelsgeschäft der Mietvertrag gekündigt wird, Kapitalgläubiger ihr Geld sofort zurückhaben wollen (Liquiditätsprobleme), bei einer drohenden Überschuldung (OR 725) oder wenn bei gesundheitlichen Problemen des Firmeninhabers kein Stellvertreter zur Verfügung steht oder wenn der Zeitpunkt für den Verkauf des Unternehmens verpasst wurde.
Liquiditätsrisiko
Dieses Risiko wird im Kapitalisierungszinssatz berücksichtigt und ist bei einer KMU-Transaktion nicht zu unterschätzen. Ein Grund ist, dass die Handelsmöglichkeiten für KMU-Gesellschaftsanteile oft nur beschränkt sind. Aktien von Gesellschaften, welche an der Börse gekauft werden, können die Eigentümer täglich wieder verkaufen. Bei diesen besteht kein Liquiditätsrisiko. Werden die Inhaber nach einem Management-Buy-in aus wichtigen Gründen zu einem Wiederverkauf gezwungen, kann es äusserst schwierig sein das Investment kurzfristig gleichwertig wieder zu realisieren.
Liquidität
Liquidität kann als Fähigkeit eines Unternehmens verstanden werden, die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten zeitgerecht zu zahlen.
Liebhaberwert
Wertansatz, welcher losgelöst vom zu erzielenden Ertrag zustande kommt. Das ist der Fall, wenn der Käufer ein Unternehmen oder eine Sache unbedingt besitzen möchte. Dabei können Emotionen eine grosse Rolle spielen. Das gilt vor allem für Kunstobjekte, Antiquitäten oder spezielle. In seltenen Fällen wird für ein ganz spezielles Unternehmen ein Liebhaberwert bezahlt.
Management Accounting
Das Management Accounting (Controlling) dient der Planung, Steuerung und Kontrolle von Unternehmen durch Bereitstellung zuverlässiger, zeitnaher und relevanter Informationen.
Materialeinzelkosten
Die Materialeinzelkosten sind direkt dem Produkt, also dem Kostenobjekt oder Kostenträger, zurechenbar.
Materialgemeinkosten
Gemeinkosten für Beschaffung, Prüfung, Lagerung und innerbetrieblichen Transport von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.
Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer bezieht sich auf den Konsum von Waren und Dienstleistungen innerhalb der Schweiz. Die Mehrwertsteuer ist eine Allphasen-Steuer mit Vorsteuerabzug, so dass auf jeder Absatzstufe die Besteuerung erfolgt. Die Mehrwertsteuer ist vom Produzenten bzw. Lieferanten geschuldet.
Mittelflussrechnung
Die Mittelflussrechnung (Cash Flow Rechnung) ist Bestandteil der Jahresrechnung. Sie zeigt die Mittelflüsse gegliedert nach deren Ursachen für eine bestimmte Periode auf.
Multiples
Damit wird ein Multiplikationsfaktor bezeichnet, mit welchem eine unternehmerische Grösse zum Unternehmenswert hochgerechnet wird. Das Multiple kann sich auf Ertragsgrössen (z.B. Ebit), den Umsatz oder umsatzrelevante Mengen (z.B. Anzahl Kunden, Adressen) beziehen. Dabei vergleicht man mit branchenbezogenen Erfahrungswerten.
Niederstwertprinzip
Das Niederstwertprinzip besagt, dass entweder die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder der tiefere Marktwert für die Bewertung eines Aktivpostens zur Anwendung kommt.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko wird im Kapitalisierungszinssatz berücksichtigt. Es betrifft das allgemeine unternehmerische Risiko, dem jedes Unternehmen ausgesetzt ist. Risikolose Unternehmen gibt es nicht.
Passiven
Passiven entsprechen dem Fremd- und Eigenkapital einer Unternehmung und stellen die "rechte Seite" der Bilanz ("Kapitalseite") dar. Passiven können als künftige Abgänge an Dritte (Fremdkapital) und Eigner (Eigenkapital) interpretiert werden.
Payback
Zeitpunkt, in welchem die Investition durch die aus dieser Investition generierten Zahlungsflüsse zurückbezahlt werden kann.
Prozesskostenrechnung
Bei der Prozesskostenrechnung (Activity Based Costing - ABC) geht es um die Verrechnung der Gemeinkosten auf Prozesse bzw. Aktivitäten als primäre Kostenobjekte. Sekundär erfolgt eine Verrechnung auf die Produkte und Dienstleistungen.
Rating
Das Rating ist ein Verfahren zu Einschätzung der Bonität bzw. Kreditwürdigkeit einer Unternehmung.
Rechnungslegung
Die Rechnungslegung zeigt die finanzielle und wirtschaftliche Lage eines Unternehmens nach dem Grundsatz von Wahrheit, Klarheit und Kontinuität ("true and fair") auf (dies auch im Hinblick auf die Informationsbedürfnisse Dritter).
Reserven
Die Reserven umfassen zum einen offene und zum anderen stille Reserven. Die offenen Reserven werden in sog. gesetzliche Reserven (allgemeine Reserve nach Art. 671, Reserve für eigene Aktien nach Art. 671a und Aufwertungsreserve nach Art. 671b) sowie andere (freiwillige) Reserven (z.B. statutarische Reserven nach Art. 672/673) untergliedert. Die Reserven gehören zum Eigenkapital.
Risikoprofil
Das Risikoprofil ist eine systematische Beurteilung der im Unternehmen latent vorhandenen Risiken. Es ist Bestandteil der Bewertung. Massgebend sind die Eintretenswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen. wenn das Risiko eintritt. Dabei sind besonders jene Risiken zu berücksichtigen, welche die Substanz angreifen können. Dazu gehören beispielsweise der Verlust von Kunden und Schlüsselpersonen, Reputationsrisiken, Produktrückrufe oder Substitutionsprodukte. Viele solcher Risiken lassen sich versichern, wobei die Prämien bei der Kaufpreisberechnung zu berücksichtigen sind.
Rückstellungen
Rückstellungen sind Passivposten für Verbindlichkeiten, Verluste oder Aufwendungen, deren Begründung, Höhe und/oder Fälligkeit ungewiss sind, die jedoch der Periode ihrer Verursachung zugerechnet werden sollen (siehe Art. 669 OR).
Sachanlagen
Sachanlagen sind Bestandteile des Anlagevermögens und damit langfristige Vermögenswerte eines Unternehmens. Zu den Sachanlagen gehören materielle, gegenständliche Anlagegüter.
Selbstfinanzierung
Die Selbstfinanzierung ist in der Praxis unterschiedlich definiert. Die Selbstfinanzierung für eine Abrechnungsperiode kann als einbehaltener Gewinn abzüglich Ausschüttungen oder auch im Sinne der Innenfinanzierung als der generierte operative Cashflow verstanden werden.
Share Deal
Gesamtrechtsnachfolge. Gegenstand der Transaktion sind Aktien oder Stammanteile einer GmbH. Alle Rechtsgeschäfte, welche durch das zu verkaufende Unternehmen eingegangen worden sind, gehen auf den neuen Eigentümer über. Kapitalgewinne aus dem Beteiligungsverkauf sind in der Regel steuerfrei, wenn diese zum Privatvermögen des Verkäufers gehörten. Die meisten Transaktionen werden als Share Deal abgewickelt.
Shareholder Value
Der Shareholder Value (SHV) kann unterschiedlich aufgefasst werden. Bei börsenkotierten Unternehmen entspricht er dem Marktwert des Eigenkapital. Der Shareholder Value kann auch mit den aus der Investitionsrechnung bekannten Techniken aus Planwerten des Unternehmens berechnet werden. Der SHV findet häufig auch im Rahmen von Renditevergleichen und -zielsetzungen Anwendung.
Statutarische Reserven
Reserven, die aufgrund der Statuten zusätzlich zu den gesetzlichen Reserven zur Verstärkung des Eigenkapitals durch jeweiligen Beschluss der Generalversammlung gebildet werden. Sie können zweckbestimmt sein (z.B. Baureserven usw.).
Stille Reserven
Stille Reserven sind Bestandteile des Eigenkapitals, die in der Bilanz nicht ausgewiesen sind. Sie können durch Unterbewertung der Aktiven oder durch Ueberbewertung der Passiven entstehen.
Teilkostenrechnung
Die Teilkostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung, Direct Costing) ist ein Kostenrechnungsverfahren, das zwischen fixen und variablen Kosten unterscheidet.
Transaktionsmodell
Das Transaktionsmodell ist ein Teil des Kaufvertrages und hält die Bedingungen der Transaktion fest. Es enthält u.a. den Zeitpunkt und die Abwicklung der Eigentumsübertragung, die Zahlungsmodalitäten, Garantien des Verkäufers und die Mitarbeit des abtretenden Unternehmers. Zudem kann damit auch der Preis durch Leistungsvereinbarungen abgefedert werden im Hinblick auf Risiken oder Chancen, die zum Zeitpunkt der Transaktion nur unvollständig zu beurteilen sind.
Ueberschuldung
Bei einer Ueberschuldung decken die Vermögenswerte die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten nicht mehr. Das bedeutet, dass das Eigenkapital vollständig aufgezehrt ist (siehe Art 725 OR Abs 2).
Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen umfasst sämtliche Vermögenswerte, die in kurzer Zeit in Geld umgewandelt werden können (z.B. Forderungen und Vorräte) sowie die flüssigen Mittel.
Umsatz
Der Umsatz ist die mit Verkaufspreisen bewertete Absatzmenge der Produkte oder Dienstleistungen. Der Umsatz zeigt die Erlöse aus den für die normale Tätigkeit des Unternehmens typischen Geschäften. Die Erlöse werden gegebenenfalls um Erlösschmälerungen (z.B. Rabatte, Kundenskonti, etc.) und die Mehrwertsteuer (MWSt.) bereinigt.
Umsatzkostenverfahren
Beim Umsatzkostenverfahren (auch Absatz- (Aufwand)-Erfolgsrechnung) werden Erlösen einer Periode die entsprechenden Aufwendungen bzw. Kosten zur Erzielung dieser Erlöse gegenübergestellt.
URL
Genaue Internet-Adresse (z.B. http://www.mapool.com).
US-GAAP
Die US-GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) sind die Rechnungslegungsstandards der USA. Sie schliessen die Standards der FASB ein.
Variable Kosten
Kosten, die sich in der Höhe entsprechend der Veränderungen des Kostentreibers verändern. Als globaler Kostentreiber wird in der Praxis z.B. das Produktionsvolumen verwendet.
Verrechnungsverbot
Das Verrechnungsverbot (auch Bruttoprinzip) verbietet grundsätzlich die Verrechnung von Aktiven und Passiven bzw. von Erträgen und Aufwänden.
Vertriebskosten
Zu den Vertriebskosten zählen die in den Vertriebsabteilungen und sonst im Zusammenhang mit dem Vertrieb angefallenen Gemeinkosten sowie die Einzelkosten des Vertriebs.
Verwaltungsreserven
Verwaltungsreserven entstehen aus der Differenz zwischen effektivem Buchwert und bilanzierten Wert. Sie werden auch Willkürreserven genannt.
Vollkostenrechnung
Bei der Vollkostenrechnung werden sämtliche Kosten vollständig auf die Kostenobjekte weiterverrechnet. Die Vollkostenrechnung unterscheidet grundsätzlich die Herstellkosten und die Verwaltungs- und Vertriebskosten.
Vollständigkeit
Vollständigkeit ist ein Grundsatz ordnungsmässiger Rechnungslegung. Der Grundsatz der Vollständigkeit bedeutet, dass alle buchungspflichtigen Tatbestände zu berücksichtigen sind.
Vorräte
Zu den Vorräten zählen Roh-, Hilfs- und Betriebsmaterial, Halb- und Fertigfabrikate, Fabrikate in Arbeit, Handelswaren.
Vorsichtsprinzip
Das Vorsichtsprinzip besagt, dass von zwei Möglichkeiten für die Bewertung eines Vermögensgegenstands immer der sicherere anzuwenden ist.
WebMail
WebMail ist eine Möglichkeit, sich den Text bestimmter Web-Seiten per E-Mail zusenden zu lassen. Alle, die nur einen E-Mail-Zugang zum Internet oder keine Zeit zum Surfen haben, können auf diese Weise das WWW nutzen.
Webmaster
Der Verwalter und Administrator eines Webangebots.
Wertberichtigung
Wertberichtigungen sind Korrekturposten zu den Bilanzpositionen.
Wesentlichkeit
Die Wesentlichkeit ist ein Grundsatz der ordnungsmässigen Rechnungslegung. Danach sind nur diejenigen Daten und Informationen zu erfassen, die für die Aussagekraft der Rechnungslegung wesentlich sind.
Wiederbeschaffungsreserven
Wiederbeschaffungsreserven (auch Ermessensreserven) sind stille Reserven, die sich aus der Differenz zwischen dem Marktwert eines Anlagegutes und dem vorsichtigeren Buchwert ergeben.
Willkürreserven
Willkürreserven (auch Verwaltungsreserven) entstehen aus der Differenz zwischen dem effektiven Buchwert und dem bilanzierten Wert.
WWW-Server
Ein WWW-Server ist ein normaler Server, der Internet-Seiten über das HTTP-Protokoll bereitstellt.
Zwangsreserven
Die Zwangsreserven sind nicht bewusst gebildete stille Reserven, sondern hängen von der Wertsteigerung eines Vermögensgegenstandes ab. |